Samstag, 7. März 2015

Abschied


Abschied nehmen ist unglaublich schwer. Genau das tue ich seit Wochen und es macht mich müde und schwer. Dies ist ein endgültiger Abschied, denn nichts und niemand vorhersehen oder abwenden konnte. Man steht machtlos vor der Tatsache, dieser Mensch ist nicht mehr Teil meines realen Lebens, ich kann ihm nichts mehr sagen oder ihn umarmen.
Es sind Erinnerungen, die ihn lebendig halten und es nach und nach leichter machen. Gehen lassen ist schwer, es war noch nie so schwer eine Veränderung zu akzeptieren.
Veränderungen sind merkwürdig, sie sind schwer zu verstehen und man sträubt sich oft dagegen, manchmal selbst, wenn sie positiv sind. Momentan gibt es viele Veränderungen, die mein Leben im Kleinen und im Großen betreffen und ich kann die Tränen nicht zählen, die in den letzten zwei Jahren geflossen sind, immer wieder, weil sich etwas in mir bewegte und die Schwerkraft so unerbittlich war und dieser Schritt der schwerste wurde, den ich je tat.
Ich begreif meinen Vater ganz anders und sehe mehr in ihm, verstehe ihn plötzlich und denke voller Mitgefühl und Traurigkeit über all die ungenutzten Gelegenheiten nach. Wie oft überschütten Emotionen wie Wut, Verbitterung und negative Erfahrungen oder Erinnerung das wahre Erkennen einer Person und diesen Schritt auf sie zu, um selbst ein unwiederbringliche  Gelegenheit zu nutzen.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Schon wieder alles neu, oder was?

Ok, wir haben offizielle 2015 und ich kann es nicht glauben ... das letzte Jahr war sehr aufregend, anstrengend und wunderschön.

Es ist schwer, dass alles zu erfassen und irgendwie dachte ich vielleicht ein bisschen, heute am 1. Januar kann ich es auch glauben, aber ich kann es nicht glauben. Ich bin eine andere und unglaublich froh darüber.

Seit fast einem Jahr stecke ich in einer wunderbaren Beziehnung, die ihren Anfang ziemlich genau in der Silvesternacht nahm. Das war eine tolle Neuigkeit dieses Jahr und ich bin wirklich froh, das es sich gelohnt hat, die ganze Warterei, die ganzen Zweifel.

Ich bestieg den Machu Picchu und bereiste einen kleinen Teil Südamerikas, war endlich in den Cincque Terre, auf Korfu, in Marseille und habe auf all diesen Reisen tolle neue Gerichte probiert.

Ich habe gelernt wie man Brot bäckt, Spagetti mit Venusmuscheln kocht und das oft die einfachen Rezpete, die besten sind.

All das waren tolle Momente und ich glaube, 2014 war mein bisher ereignisreichstes Jahr, aber wichtiger noch waren meine inneren Veränderungen und die sind wirklich hart erarbeitet und ich bin so froh, langsam Fortschritte zu sehen und zu spüren. Ich bin mehr ich selbst und arbeite weiter daran im Jahr 2015.

Samstag, 1. November 2014

Der Sack ...

"So, und was nähst du so?" fragte A. neulich.

"Nun ja, so das übliche halt, ... einen Sack." wollte ich antworten.

Führte dann aber in allen Details aus, dass es sich um die Belcarra-Bluse von Sewaholic handelt und das irgendetwas schief läuft und meine Schultern zu klein sind oder der Schnitt irgendwie komisch. Letztendlich hatte ich die Nahtzugabe verdoppelt, die ist nämlich in Sewaholic-Schnitten schon enthalten. Beh, ein bisschen klaren könnte das schon da stehen!

Jedenfalls sieht das Probeteil, zum Glück habe ich diesmal eins gemacht, so aus:


Eigentlich möchte ich die Belcarra-Bluse aus einem wunderschönen Nani Iro-Stoff machen. Jetzt werde ich ein neues Probeteil nähen, diesem ohne doppelte Nahtzugabe.Man hat ja nicht anderes zu tun!


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Zur Ruhe kommen ...

Die Zeit, das Wetter, viele große und kleine Veränderungen, Pläne ... es gibt gerade so viel zu bewältigen, innerlich und äußerlich. Ich bin nachdenklich und unkonzentriert, lasse mich schnell ablenken und spüre doch diese eine große Veränderung ... eine gewisse Gelassenheit und Ruhe.
Ich renne weniger, im übertragenen Sinne, oft war ich jeden Tag gehetzt, getrieben, wollte so viel machen und wusste nicht wo anfangen, wo aufhören und dann schon wieder etwas Neues. Ich weiß nicht wie, aber es ist passiert, ich lebe im hier und jetzt, im Moment, nicht in der Zukunft oder Vergangenheit, nein in diesem Moment.
Ganz ohne Yoga oder Meditation oder Achtsamkeitsübungen oder oder oder … anfangs war das ziemlich ungewohnt, jetzt ist es befreiend. Selbst mein Gang ist ruhiger, leichter, sicherer.
Ich liebe es etwas mit meinen Händen zu machen, Wolle oder Stoffe für ein Projekt zu wählen, den ganzen Prozess des Machens und natürlich das Endprodukt. Noch vor einigen Monaten interessierte mich nur das Ergebnis, aber ich spüre immer mehr wie dieses Entstehen in meiner Aufmerksamkeit mehr Platz einnimmt und ich dadurch ruhiger werde und es geht so sogar schneller, denn es macht mehr Freude.
Außerdem konzentriere ich mich auf ein Projekt, es wird gut gewählt und wenn ich mal keine Lust habe, dann fange ich nicht ein anderes an, sondern mache etwas komplett anderes, lese ein Buch oder liege einfach mit einer Katze auf dem Sofa. Es ist toll, nicht immer den Projekten hinterherzurennen, sie sind da, aber sie warten geduldig.
Hier sieht man eine Acer-Cardigan, die unglaublich Spaß macht, jetzt fehlen nur noch die Ärmel.
Manchmal, wenn ich etwas früher aufstehe, nehme ich mir die Zeit, wenn ich voller Energie bin und ein bisschen Zeit für mich brauche bevor der Tag startet und stricke ein paar Reihen. Ich habe begonnen etwas mit meinen Händen zu tun, ganz ruhig und langsam, seien es ein paar kurze Reihe zu stricken oder eine Naht fertig nähen, ein kleiner Schritt, das war‘s.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Goldener Herbst ...


Wunderschöne Farben, Brombeeren, die vielleicht letzten sommerlichen Sonnenstrahlen und ein neuer Pulli in sommerhimmelblau ... (Drops 65-6 in Rowan Fine Milk Cotton, vor zwei Jahren begonnen und nun endlich fertig)