Donnerstag, 30. Oktober 2014

Zur Ruhe kommen ...

Die Zeit, das Wetter, viele große und kleine Veränderungen, Pläne ... es gibt gerade so viel zu bewältigen, innerlich und äußerlich. Ich bin nachdenklich und unkonzentriert, lasse mich schnell ablenken und spüre doch diese eine große Veränderung ... eine gewisse Gelassenheit und Ruhe.
Ich renne weniger, im übertragenen Sinne, oft war ich jeden Tag gehetzt, getrieben, wollte so viel machen und wusste nicht wo anfangen, wo aufhören und dann schon wieder etwas Neues. Ich weiß nicht wie, aber es ist passiert, ich lebe im hier und jetzt, im Moment, nicht in der Zukunft oder Vergangenheit, nein in diesem Moment.
Ganz ohne Yoga oder Meditation oder Achtsamkeitsübungen oder oder oder … anfangs war das ziemlich ungewohnt, jetzt ist es befreiend. Selbst mein Gang ist ruhiger, leichter, sicherer.
Ich liebe es etwas mit meinen Händen zu machen, Wolle oder Stoffe für ein Projekt zu wählen, den ganzen Prozess des Machens und natürlich das Endprodukt. Noch vor einigen Monaten interessierte mich nur das Ergebnis, aber ich spüre immer mehr wie dieses Entstehen in meiner Aufmerksamkeit mehr Platz einnimmt und ich dadurch ruhiger werde und es geht so sogar schneller, denn es macht mehr Freude.
Außerdem konzentriere ich mich auf ein Projekt, es wird gut gewählt und wenn ich mal keine Lust habe, dann fange ich nicht ein anderes an, sondern mache etwas komplett anderes, lese ein Buch oder liege einfach mit einer Katze auf dem Sofa. Es ist toll, nicht immer den Projekten hinterherzurennen, sie sind da, aber sie warten geduldig.
Hier sieht man eine Acer-Cardigan, die unglaublich Spaß macht, jetzt fehlen nur noch die Ärmel.
Manchmal, wenn ich etwas früher aufstehe, nehme ich mir die Zeit, wenn ich voller Energie bin und ein bisschen Zeit für mich brauche bevor der Tag startet und stricke ein paar Reihen. Ich habe begonnen etwas mit meinen Händen zu tun, ganz ruhig und langsam, seien es ein paar kurze Reihe zu stricken oder eine Naht fertig nähen, ein kleiner Schritt, das war‘s.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Goldener Herbst ...


Wunderschöne Farben, Brombeeren, die vielleicht letzten sommerlichen Sonnenstrahlen und ein neuer Pulli in sommerhimmelblau ... (Drops 65-6 in Rowan Fine Milk Cotton, vor zwei Jahren begonnen und nun endlich fertig)

 


Dienstag, 16. September 2014

Hallo pflaumiger Herbst ...

Ich liebe Pflaumen, sie sind süß und herb und haben eine unglaublich tolle Farbe. Die wenigen Wochen, in denen es sie gibt, versuche ich möglichst viel damit anzustellen.


Letztes Jahr probierte ich ein unglaublich tolles Rezept für Zwetschgenketchup aus, gefunden bei Küchengötter. Da beim ersten zaghaften Versuch nur zwei lumpige Flaschen rausgesprungen waren, musste Nachschub her und einiger, denn dass Zeug macht süchtig.

Und als ich dann einmal in Gang war, gab es auch noch Pflaumenklöse (Zwetschgenknödel etc., da gibt es vielfältige Bezeichnungen und wahres Diskussionspotenzial, oder man sieht es wie ich, in jeder Region einfach ein bisschen anders).
Egal, Klosteig nach Opas Rezept zubereitet und dann gab's Klöse für drei (!!!) Tage. Das war wirklich Omas Rezept, denn sie kocht auch heute noch wie früher für die Großfamilie. Ihr Geheimnis ist übrigens die Kartoffeln am Vortag zu kochen.


Aus den restlichen fast zwei Kilo wurde noch Marmelade, tatsächlich sieben unwiederstehliche Gläser.Ich hatte schon ein paar Mal ganz klassisches Pflaumenmus aus dem Ofen gemacht, aber irgendwie nie im Topf gekocht. Damit es trotzdem schön musig wird, habe ich die Marmelade durch die flotte Lotte passiert und anschließend noch einmal aufgekocht. Bisher meine beste Pflaumenmarmelade: Konsistenz, Farbe und Geschmack, einfach grandios.

Nun fehlt noch ein Kuchen, mal sehen, ob der Markt noch welche hat, zum Glück kocht ja nicht jeder vier Kilo Pflaumen ein ... aber wer weiß ...

Sonntag, 7. September 2014

Tschüß Sommer ...

Schön war er, kurz, etwas zu kühl, regnerisch.

Die Rede ist von diesem Sommer.
Er steckt voller schöner Erinnerungen und ich habe endlich Gelassenheit gelernt. Ehrlich!!!

Ich habe mir viel vorgenommen, aber als ich dann die Zeit begann aus dem Blick zu verlieren, konnte ich die Momente genießen und dachte nicht an alles was ich schaffen wollte. Die Verbissenheit der letzten Jahre einfach weg. Ein tolles Gefühl!



Besonders entspannend waren die Tage auf der griechischen Insel Korfu, Entspannung pur, baden, gutes Essen, schöne Orte und Landschaften und einfach nur faul sein und den Tag genießen.



Das Wasser hatte wirklich diese Farbe und war glasklar und eiskalt und die Landschaft von unglaublichem grün, der Gesang der Grillen liegt mir noch immer in den Ohren, vor unserem Fenster zirpte es den ganzen Tag und in einem orthodoxen Kloster langen überall faule glückliche Katzen, was will man mehr von einem Urlaub.


Meine To-Do-Liste für den Sommer war lang, aber glücklicherweise entschied ich es ruhig angehen zu lassen. Ich arbeitete eher nach dem Motto "Was fertig wird, wird fertig".
Pünktlich Ende August wurde dann meine Hitofude fertig, gestrickt aus zwei Unglücksraben aus Wollmeise pure, die Farbe konnte ich nicht finden, aber es sind unterschiedliche Rottöne.
Der Sitz ist nicht ganz optimal und wirklich viel zum Kombinieren habe ich auch nicht. Die Strickjacke ist sehr elegant, am besten passen weit geschnittene einfarbige oder klein gemusterte Kleider dazu. Die Erfahrung zeigt, es passt nicht gut zu Rock/Hose und Top.


Nahtechnisch ist nicht viel passiert. Es gibt ein neues Wiksten-Top, leider gerade in der Wäsche und einen neuen Quilttop habe ich begonnen und viele viele Stoffe sind in meinem Stoffvorrat gelandet. Momentan fehlt mir ein bisschen die Muse mich hinzusetzen und zu nähen. Außerdem braucht die Nähmaschine etwas Pflege, die Nähte eierten in letzter Zeit ein bisschen.

Allerdings merkte ich gegen Ende der Ferien, dass meine Wohnung ein bisschen mehr Zuwendung brauchte und so begann ich grundsätzlich aufzuräumen, auszumisten und Platz zu schaffen.

Besonders der Flur und das Badezimmer konnte ich kaum noch betreten ohne sofort eine mittlere Krise zu bekommen, überall Schuhe, Tücher, Fläschchen und ja, auch Schmutz. Denn wenn es chaotisch ist, mag man auch nicht putzen.
Ein Ausflug zum IKEA später und mit etwas Disziplin haben sich zumindest diese Problemzonen entschärft. Nun bin ich infiziert und das Ausmisten macht tatsächlich Spaß.

Letzte Woche las ich wieder einmal,  dass es wichtig wäre um Ordnung zu halten, Sachen sofort wieder an ihren Platz zu tun. Schön und gut, aber sie brauchen erst einmal einen festen Platz, den hatten sie bei mir nicht.

Donnerstag, 24. Juli 2014

An apple a day ...

Ich habe gerade einen ziemlichen DIY-flow, wenn man das so sagen kann.


Nach einer Wiksten Tova, die ich hier noch nicht vorgestellt habe, entstand diese Woche an einem Abend (!) ein Wiksten Tank. Der Stoff heißt "farmdale delicious" und liegt, obwohl Liebe auf den ersten Blick, seit mindesten zwei Jahren hier in Kisten. Es war ca. ein Meter, eigentlich ein bisschen zu wenig, aber ich habe es mit etwas tricksen hingekriegt.

Das Rückenteil habe ich nicht, wie vorgesehen im Stoffbruch geschnitten, sondern an den Seitenkanten. Anschließend habe ich die beiden Kanten zusammengenäht und auf beiden Seiten festgenäht.


Der Rest des Tops wurde einfach nach Anleitung zusammengenäht und fertig. Das nächste Mal, und tatsächlich davon wird es noch einige geben, denn es ist ein absolutes Basic, mache ich eine Größe kleiner.



Und die Katze schaut faul zu, wenn sie sich einmal umdreht und die Augen öffnet :)