Freitag, 15. Mai 2015

Zwei auf einen Streich ...

Die letzten Wochen flogen mal wieder und plötzlich war es Sommer ...

.... und Minoru ist endlich fertig und landet gleich nach einmaligem Tragen im Kleiderschrank für den nächsten Herbst. Ein Auge lacht, juhu, endlich Sommer du die Jacke ist fertig und ein Auge weint, och nöööö, das war ein kurzes Glück ...
 

Der Schnitt ist einfach und gefällt mir, aber meine Stoffwahl war alles andere als optimal. Ich wollte eine warme Jacke nähen und fand die gesteppten Blümchenstoffe von Frau Tulpe so toll. Durch die integrierte Nahtzugabe hatte ich auch ein paar Probleme ich bin das nicht gewohnt und fremdle immer wieder damit, so dass es meist irgendwo nicht passt.
Die Taschenform habe ich durch Experimentieren mit Stoffresten gefunden und bin eigentlich begeistert davon, nur eine ist leicht schief, was natürlich erst später auffiel als ich den Saum nähte. Den Reißverschluss in der Kapuze hätte ich mir im nachhinein betrachtet sparen können.
Alles in allem bin ich zufrieden, aber für die Arbeit hätte ich mir ein schöneres Ergebnis erhofft. Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die sich gelegentlich ärgert und nach viel getaner Arbeit über kritisch ist und denkt, naja, das hätte besser sein könnten.
 
.... diesem wunderbaren Kleid ergeht es wahrscheinlich nur wenig besser, denn der Baumwollstoff ist recht fest und die Ärmel zu lang für Spätfrühling oder Frühsommer. Aber ich bin begeistert und liebe es und ob man's glaubt oder nicht, ich habe eine andere Bloggerin gefunden, die den gleichen Schnitt mit dem gleichen Stoff gemacht hat.
Peony von Colette, eine unglaubliche Hassliebe, wie ich kurz vor Beginn des Nähens erfuhr. Viele berichten über unendliche Anpassungen und nicht enden wollende Änderungen. Was habe ich geändert? Eigentlich nicht viel, lediglich den vorderen Abnäher am Bauch habe ich ein zwei Mal versetzt und ein Mal gekürzt. Eine annehmbare Veränderung und innerhalb von etwa einer Stunde erledigt. Da ich leider ein bisschen geizig mit der Nahtzugabe war, musste ich den Reißverschluss ein bisschen versetzten und anschließen mehrere Zentimeter abschneiden. Außerdem ist mit beim Reißverschluss der blödeste Anfängerfehler überhaupt passiert, ich hab ihn oben gekürzt und ratsch hatte ich das Metallteil in der Hand und keine Möglichkeit es wieder hineinzufriemeln, so etwas passiert natürlich grundsätzlich Samstagabend, damit man sich möglichst viel über sich selbst und seine Schusseligkeit ärgert!
 
 
Den Kummerbundgürtel braucht es nicht unbedingt, aber für besondere Gelegenheit möchte ich doch noch einen Nähen, dafür habe ich ein roten Leinen-Viscose-Stoff gefunden, der eine leicht unregelmäßige Webstruktur hat und hinten kommt ein beziehbarer Knopf dran. Aber das hat Zeit.

Fazit: 
 
Zwei tolle Kleidungsstücke und definitiv kann ich mir vorstellen sie noch einmal zu nähen, aber vielleicht die nächste Minorujacke eher so und das nächste Peony-Kleid gern nach diesem wunderschönen Hack

Sonntag, 5. April 2015

Frohe Ostern ...






Ostern ist so ziemlich mein liebstes Fest, es zelebriert für mich mehr den Frühlingsanfang als alles andere. Vor allem liebe ich Ostereier. Erstaunlich, ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal Ostereier gefärbt habe. Mich hat's gepackt und sie sind alle unterschiedlich geworden. Dazu gab es  Brot mit Butter und Schnittlauch und danach die ersten guten Erdbeeren und das macht gute Laune, sogar den nasskalten Regen.

Inspiriert von meiner fertig gestellten Decke versuche ich heute noch meine Minoru von Sewaholic fertig zu bekommen, es fehlen nur noch das Gummiband in der Taille und der Saum. Das müsste zu schaffen sein.

Wie immer brauche ich dazu ein Hörbuch:

Die Musik der Stille | Patrick Rothfuss

Die Musik der Stille von Patrick Rothfuss. 

Leider nicht der dritte Teil der fantastischen "Königsmörder-Chronik", auf den muss man wohl noch warten, aber immerhin, man lernt Auris Welt kennen. Mal hören, ob es so packend ist wie die Geschichte rund um Kvothe, den etwas kauzigen Wirt, der in Wirklichkeit einer der größten Magier und berühmt berüchtigt ist.

Samstag, 4. April 2015

... und alles auf Anfang ...

Die letzten Monate waren anstrengend und jeder Tag ist es von neuem auf seine eigene Weise. Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren und ich bin ständig müde und muss mich zu den einfachsten Dingen zwingen. Die Zeit scheint zu rasen und steht doch immer noch still.


In den letzten Wochen habe ich intensiv an einem neuen Projekt gearbeitet, hauptsächlich, um meine Hände in Bewegung und meine Gedanken irgendwie gebunden zu halten. Ich kann mich nicht einmal mehr erinnern wie alles anfing, aber plötzlich hatte ich ein Patchworktop fertig und auf einmal auch noch die Rückseite und dann das ganze Quiltsandwich.

Bereits letztes Jahr hatte ich mir das Quiltset für meine Brother-Nähmaschine gekauft und brannte darauf es auszuprobieren. Nach einigen Startschwierigkeiten, die ca. 100 m Faden fraßen, dann endlich ... Freihandquilten. Mit etwas bedenklichen Folgen (Muskelkater, ehrlich jetzt, bin ich so ein Schlaffi ????)

Die Decke ist fertig und wow, ca. 7 Meter Stoffreste sind darin verschwunden, ich bin begeistert und froh über den Look, irgendwie erinnert es mich an indische Quilts, die aus Saris gemacht werden, d.h. auch recht große Stücke Stoff, die alles zusammen einen ungewohnten und etwas zufälligen Effekt haben.

Samstag, 7. März 2015

Abschied


Abschied nehmen ist unglaublich schwer. Genau das tue ich seit Wochen und es macht mich müde und schwer. Dies ist ein endgültiger Abschied, denn nichts und niemand vorhersehen oder abwenden konnte. Man steht machtlos vor der Tatsache, dieser Mensch ist nicht mehr Teil meines realen Lebens, ich kann ihm nichts mehr sagen oder ihn umarmen.
Es sind Erinnerungen, die ihn lebendig halten und es nach und nach leichter machen. Gehen lassen ist schwer, es war noch nie so schwer eine Veränderung zu akzeptieren.
Veränderungen sind merkwürdig, sie sind schwer zu verstehen und man sträubt sich oft dagegen, manchmal selbst, wenn sie positiv sind. Momentan gibt es viele Veränderungen, die mein Leben im Kleinen und im Großen betreffen und ich kann die Tränen nicht zählen, die in den letzten zwei Jahren geflossen sind, immer wieder, weil sich etwas in mir bewegte und die Schwerkraft so unerbittlich war und dieser Schritt der schwerste wurde, den ich je tat.
Ich begreif meinen Vater ganz anders und sehe mehr in ihm, verstehe ihn plötzlich und denke voller Mitgefühl und Traurigkeit über all die ungenutzten Gelegenheiten nach. Wie oft überschütten Emotionen wie Wut, Verbitterung und negative Erfahrungen oder Erinnerung das wahre Erkennen einer Person und diesen Schritt auf sie zu, um selbst ein unwiederbringliche  Gelegenheit zu nutzen.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Schon wieder alles neu, oder was?

Ok, wir haben offizielle 2015 und ich kann es nicht glauben ... das letzte Jahr war sehr aufregend, anstrengend und wunderschön.

Es ist schwer, dass alles zu erfassen und irgendwie dachte ich vielleicht ein bisschen, heute am 1. Januar kann ich es auch glauben, aber ich kann es nicht glauben. Ich bin eine andere und unglaublich froh darüber.

Seit fast einem Jahr stecke ich in einer wunderbaren Beziehnung, die ihren Anfang ziemlich genau in der Silvesternacht nahm. Das war eine tolle Neuigkeit dieses Jahr und ich bin wirklich froh, das es sich gelohnt hat, die ganze Warterei, die ganzen Zweifel.

Ich bestieg den Machu Picchu und bereiste einen kleinen Teil Südamerikas, war endlich in den Cincque Terre, auf Korfu, in Marseille und habe auf all diesen Reisen tolle neue Gerichte probiert.

Ich habe gelernt wie man Brot bäckt, Spagetti mit Venusmuscheln kocht und das oft die einfachen Rezpete, die besten sind.

All das waren tolle Momente und ich glaube, 2014 war mein bisher ereignisreichstes Jahr, aber wichtiger noch waren meine inneren Veränderungen und die sind wirklich hart erarbeitet und ich bin so froh, langsam Fortschritte zu sehen und zu spüren. Ich bin mehr ich selbst und arbeite weiter daran im Jahr 2015.