Donnerstag, 24. Juli 2014

An apple a day ...

Ich habe gerade einen ziemlichen DIY-flow, wenn man das so sagen kann.


Nach einer Wiksten Tova, die ich hier noch nicht vorgestellt habe, entstand diese Woche an einem Abend (!) ein Wiksten Tank. Der Stoff heißt "farmdale delicious" und liegt, obwohl Liebe auf den ersten Blick, seit mindesten zwei Jahren hier in Kisten. Es war ca. ein Meter, eigentlich ein bisschen zu wenig, aber ich habe es mit etwas tricksen hingekriegt.

Das Rückenteil habe ich nicht, wie vorgesehen im Stoffbruch geschnitten, sondern an den Seitenkanten. Anschließend habe ich die beiden Kanten zusammengenäht und auf beiden Seiten festgenäht.


Der Rest des Tops wurde einfach nach Anleitung zusammengenäht und fertig. Das nächste Mal, und tatsächlich davon wird es noch einige geben, denn es ist ein absolutes Basic, mache ich eine Größe kleiner.



Und die Katze schaut faul zu, wenn sie sich einmal umdreht und die Augen öffnet :)

Freitag, 18. Juli 2014

Darling Ranges Dress …

Ich weiß nicht mehr, wann ich mit dem Darling Ranges Dress begann, aber es dürfte schon eine ziemlich lange Zeit her sein.  Das Gute an Männern ist, sie sind ergebnisorientiert, so auch A. Er fragt ständig, wann machst du das Kleid fertig, ich möchte sehen, wie es aussieht oder jetzt ist es schon zu warm für dieses Kleid, dann mach wenigstens das Sommerkleid fertig.  (Letzteres ist immer noch nicht ferig, upps)
  
Da ich mich gern einmal aus dem Konzept bringen lasse bzw. zwischenzeitlich Zweifel bekomme  wie der nächste Schritt aussieht, keine Lust auf einen lästigen Arbeitsschritt habe oder etwas noch nie gemacht habe, hat es also etwas länger gedauert.
Ich mag diesen etwas japanischen Stil, auch wenn man damit immer tendenziell schwanger aussieht. Aber man kann auch herrlich den Weihnachts-Keks-Bauch verstecken, ist ja ein Winterkleid aus Feincord geworden.
Das Kleid ist durchgeknöpft und bei den Knöpfen habe ich mir dafür entschieden, beziehbare Knöpfe zu benutzen, das geht kinderleicht und am fertigen Kleid fällt es fast nicht auf. Nun ist es so, dass ich seit vier Jahren diese unglaublich tolle Brother-Nähmaschine habe und noch NIE Knopflöcher damit genäht habe. Vielleicht hat auch das etwas mit meiner Knopfaversion zu tun, als hätte ich seit Kindertagen geahnt wie lästig Knopflöcher zu nähen sind. Es muss alles genau sein und sauber gearbeitet werden und man braucht Zeit für genaues arbeiten, die ich oft nicht habe.

Ein weiterer Grund, warum ich in letzter Zeit wenig nähe, abgesehen von der fehlenden Zeit, ist ein neuer Anspruch an mich selbst. Ich möchte möglichst sauber und genau arbeiten, etwas dass ich vor allem durch andere Blogs gelernt habe, besonders french seams haben es mir angetan. Bei diesem Kleid hatte ich mir nun vorgenommen möglichst alles mit sauberen Nähten zu vernähen, mit etwas Hilfe des Internets klappte es auch mit den Taschen, die in die Seitennähte eingearbeitet werden. Dafür benutzte ich folgendes Tutorial.
Nun ist es geschafft und absolut nicht brauchbar, denn momentan herrscht Hochsommer, azyklisches Nähen und Stricken funktioniert also nun der Theorie, jedenfalls für mich. Es ist einfach zu warm für Babycord, egal wie toll es sitzt, es wandert umgehend in den Schrank.
Jetzt brauche ich ein paar brauchbare möglichst feine Baumwoll- und Leinentops …
 .... eines ist schon fertig, bis demnächst ...

Mittwoch, 2. Juli 2014

Solstice ...

Heißt Sonnenwende, irgendwie ist es witzig, die Jacke wurde beinahe zur Sommersonnenwende fertig und wird mir zur Wintersonnenwende tatsächlich nützlich sein. 



Die Rede ist von einem wunderbaren Strickstück namens Solstice von Cecily Glowik MacDonald, gestrickt aus Cascade Yarns Ecological Wool. Eigentlich ein einfaches Teil, denn dicke Wolle und 6er Nadeln sollten eigentlich kein Problem sein, leider ist zwischenzeitlich meine Nadel auseinandergefallen und drei Wochen Urlaub fielen auch in die Zeit. Daher bin ich jetzt pünktlich zum Beginn des Hochsommers die Eigentümerin einer Stickjacke, die sofort in den Schrank wandert und auf ihren Einsatz im November wartet.
Trotzdem, ich finde sie sehr gelungen und im Winter werde ich wahrscheinlich ein Loblied darauf singen. Die Farbe ist neutral aber schmeichelt mir, die Wolle ist nach dem ersten Bad weicher und kuscheliger geworden. 

Dienstag, 17. Juni 2014

A. ...


A. trat voriges Jahr nach Weihnachten in mein Leben und es war alles einfach, normal und unkompliziert, ein herrliches Gefühl. Nun hat er seit ziemlich genau sechs Monaten einen festen Platz an meiner Seite. Er ist wunderbar und bereichert mich auf so viele verschiedene Arten.

Es ist nicht einfach sich neu zu finden in einer Paarbeziehung, vor allem, wenn dieser Platz neben einem schon so lange unbesetzt war. Ich versuche alles unter einen Hut zu bringen, Beziehung, Freundschaften, Arbeit, Haushalt, Hobbys und langsam wird es einfacher.

Daher hoffe ich, jetzt auch wieder häufiger meine Freizeit zum Beenden von Projekten zu nutzen, Stoff- und Wollberge abzubauen, dieser kreative Output fehlte mir manchmal, ich beendete und begann schon ewig liegende Projekte im (Tag)Traum.

Irgendwie lebten wir auf einer schönen Insel und immer war ich mit organisieren beschäftigt, rotierte um mich und uns, aber jetzt, wo vieles seinen festen Platz findet, geht das besser.

Montag, 12. Mai 2014

Die Kunst des Alpacagarns in Peru …

Ein für einen Näh- und Strickblog überaus interessanter Teil der Reise  war ein Ausflug in ein kleines peruanisches Dörfchen  in der Nähe von Cusco. 
Dort wurde ein Projekt für die ortsansässigen Frauen gegründet, es wurde eine Art Gemeindezentrum gebaut in dem Handwebstühle stehen, die von jeder der Frauen im Dorf benutzt werden. Die Einnahmen der fertigen Produkte werden geteilt und in neue Gemeinschaftsprojekte investiert oder für Notsituationen als Unterstützung verwendet.

Eine der Damen hat sich als Führerin angeboten, sie erklärte die traditionellen Motive und zeigte wie die Muster an den Webrahmen hergestellt werden.

Dann ging es zu einer Art Marktplatz mit Alpakas und Lamas. Nach diversen Fühlproben von Schafwolle, Lama, Alpaka und Vikunja, welches das weichste ist, wurden die Handspindeln herausgeholt und jeder durfte es einmal ausprobieren. Dann wurden die Färbemethode erklärt und verschiedene Färbemittel, alle natürlichen Ursprungs und schließlich die traditionellen Webrahmen, die an Bäumen befestigt werden und eher wie kurze Hängematten aussehen.
Es war sehr interessant, all diese Sachen zu erfahren, Wolle zu spinnen, das wollte ich schon immer probieren und zu sehen, dass diese Traditionen auch an die nächste Generation weitergegeben werden.
Auf dem Markt erstand ich noch ein paar handgestrickte Handschuhe und eine kunterbunte Andenmütze, der letzte Schrei bei jedem Perubesucher