Dienstag, 18. März 2014

Ein bisschen hier, ein bisschen da

Viele Dinge verändern sich gerade in meinem Leben und es sind positive Veänderungen, das weiß ich, auch wenn es anfangs schwer war und es teilweise unglaublich viel Energie gekostet hat. Diese kehrt nun langsam zurück, aber ich möchte sie mehr bündeln.
Es war gut, ein bisschen zurück zu treten, alle meine Hobbys, aber auch Freundschaften, einer Prüfung zu unterziehen. Die Mühe lohnt und auch wenn es noch immer ein langer Weg ist, denke ich, es wird Zeit auch die kleinen, eher materiellen Dinge zu ordnen. Im Sinne einer Frühjahrsputz-Kur werde ich meine Schmuddelecken beseitigen und natürlich wieder einmal Besserung loben ;)



Im Moment stricke ich an der Diary-Cardigan von Ankestrick. Die Wolle ist von einem älteren Projekt, das vor recht kurzer Zeit gerippelt wurde, leider passte die Schulterpartie überhaupt nicht und das Teil wurde von unten nach oben gestrickt, die nötigen Veränderungen hätten meine Geduld überstiegen. Um etwas Flauschigkeit in Spiel zu bringen wird sie mit einer nachtblauen Kid-Silk-Haze von Rowan verstrickt, das gibt einen schönen Melange-Effekt und viel flausch.
Bisher finde ich das Muster sehr anspruchsvoll, nicht unbedingt schwierig, aber es ist kein abends-nebenbei-Stickzeug. Was aber gut ist, die Schritte sind kurz gehalten, das hält die Konzentration aufrecht. Ich bin jedenfalls gespannt.

Ansonsten muss ich noch Fäden vernähen bei einem anderen Projekt, das schiebe und schiebe ich. Wird aber diese Woche gemacht und vielleicht gibt es dennächst sogar mal wieder etwas Genähtes.

Das einzige fertige Projekt der letzten zwei Monate ist ein Babyjäckchen, welches zu seiner neuen Besitzerin unterwegs ist, hier aber nicht vorenthalten werden soll.
Eine einfache garter-yoke-baby-cardi in Rowan Wool Cotton mit bezaubernden Perlmutt-Knöpfen in Blumenform. Nicht schwierig zu stricken, aber irgendwie brauchte ich doch ziemlich lange.



Sonntag, 23. Februar 2014

I proudly present my first quilt


Tatsächlich ... es ist geschafft ... mein erster Quilt ist fertig. Es war viiiiel Arbeit und ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern, wann ich überhaupt damit begonnen habe.


Es sind viele Quadrate, die in diagonalen Reihen angeordnet wurden. die Rückseite besteht aus einem wunderschönen leicht rutschigem Stoff, er erinnert ein bisschen an alte Schlafsäcke, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne.
Als Füllung benutzte ich Baumwollflies. Beim Absteppen habe ich mich auf die einfachste Methode beschränkt, die Quadrate längs und quer abgesteppt und keine komplizierten Muster oder ähnliches


Den Rand nähte ich von Hand um, so wie es in meinem Patchworkbuch (The practical guide to patchwork von Elizabeth Hartmann). Die beste Entscheidung war es mir den Lederfingerhut von Clover zu bestellen, er war die größte Hilfe. Eine weitere gute Entscheidung war es gute Materialien zu verwenden, das Baumwollflies ist sehr angenehm, die Patchworkstoffe stammen aus verschiedenen Patchworkserien, vor allem von Anna Maria Horner und Stof. Man arbeitet so lange an einem Quilt, da wäre es doch wirklich schade mit komischen Materialien zu arbeiten.
Der Quilt ist nicht sehr groß, aber er ist perfekt für Sofanachmittage und ich hätte nicht schlecht Lust noch einen zu machen, aber auf Bettgröße. Aber erst einmal erfreue ich mich meines ersten Quilts.


Samstag, 18. Januar 2014

Welch an Anfang ...


Nun, dieses Jahr begann für mich mit einer ordentlichen Erkältung, die leider immer noch etwas Energie verbraucht, aber langsam verzieht sie sich und lässt mich wieder atmen und arbeiten.


Immerhin habe ich einen guten Weg gefunden, die Energien zurück zu bringen :)

So etwas ist ziemlich nervig, aber nicht zu ändern und letztendlich vielleicht auch positiv. Die letzten Wochen vor Weihnachten und Neujahr waren stressig. Es musste viel organisiert werden, ich reiste hin und her und bei den ganzen Glückwünschen war es ziemlich schwierig den Überblick über die Zeit und die Kommunikation zu behalten.
Diese Auszeit nun konnte ich nutzen, um doch noch einmal das letzte Jahr passieren zu lassen und mir auch ein paar mehr Gedanken zum neuen Jahr zu machen. Weiterhin möchte ich keine Vorsätze machen, dennoch möchte ich dieses Jahr nutzen, um eine Art Neuanfang zu wagen. Dieses Jahr möchte ich mich darauf konzentrieren und versuchen zu verstehen, was mir wirklich wichtig ist, welche Interessen und Hobbys mir wirklich sind und diese zu verfolgen. Manchmal werden diese Sachen zu einer Fixierung und verlieren diesen positiven Effekt, den sie zu Beginn hatten. Was tut man eigentlich, weil man es wirklich will und was nur, weil man sich daran gewöhnt hat.
Ich möchte außerdem mehr Zeit aufwenden, um Sachen gründlicher zu erledigen, meine Näh- und Strickprojekte möchte ich mehr verfolgen und häufiger zu Ende führen als beginnen. Gerade das war im letzten Jahr oft schwierig.


Als ich dann endlich die Weihnachtdekoration entsorgt und verstaut hatte, sah die Stelle auf dem Schrank traurig und leer aus und ein bisschen Frühling im Wohnzimmer tut gut.

Samstag, 4. Januar 2014

2013/2014

Es kommt mir fast vor als hätte ich eine gute Portion Winterschlaf über den Jahreswechsel gehabt. 2013 ist so unglaublich schnell vergangen, es gab viele große und kleine Veränderungen, die sicherlich viele Auswirkungen auf das neue Jahr 2014 haben werden.

Wie so oft am Jahresende wollte ich das zusammenfassen, was passiert ist und das einzige was mir in den Sinn kam, waren sehr viele merkwürdige und unzusammenhängende Gefühle. Ich denke es wird sich entwirren, vielleicht tut es dies schon.

Wie jedes Jahr verweigere ich mich den guten Vorsätzen, trotzdem habe ich mir etwas vorgenommen, jedenfalls was meine Näh- und Stickprojekte angeht. Und zwar, habe ich mir ganz fest vorgenommen nur noch Stash zu verstricken und nicht mehr als zwei Projekt gleichzeit laufen zu haben. Nun ja, zu Jahresbeginn ist das natürlich nicht einfach, denn es gibt noch viele Projekte aus dem Vorjahr, aber die werden nach und nach fertigestellt. Nähtechnisch soll es ähnlich zugehen, die nächsten Tage werde ich auf jeden Fall dazu nutzen, meine Minoru-Jacke fertigzustellen, ich möchte endlich wieder etwas Neues machen.

Samstag, 14. Dezember 2013

Filmtipp

Die Weihnachtszeit schreitet voran und wie bereits angedeutet, ich bin dieses Jahr in ungewöhnlicher Stimmung. Es wurden Plätzchen gebacken, weihnachtliche Rezepte probiert, Glühwein gekocht, kiloweise Orangen und Mandarinen verputzt und selbst mein Sofa strahlt nun in weihnachtlichem Rot.

Ich komme im Moment wenig zum Stricken oder Nähen, habe allerdings eine etwas ausgeleierte Strickjacke mit eine Häkelbordüre verstärkt und auch einen weiteren Schritt meiner Minoru gemeistert.  Trotzdem, die Ausbeute ist ziemlich gering. Vielleicht gibt es ja nach diesem Wochenende etwas mehr zu sehen, wenn ich aus dem Plätzchen-Delirium erwache.


Vor Kurzem war ich auch einmal wieder im Kino und ärgere mich, dass nun so viele tolle Filme auf einmal herauskommen, Woddy Allan, Roman Polanski, dazu noch Hobbits und Tribute von Panem, verdammt, warum immer alle zusammen.

Jedenfalls gibt es jenseits der berühmten Namen auch noch diesen kleinen indischen Film, Lunchbox.


Kein typischer Bollywood-Tanz-Gesangsfilm mit viel Drama und Tam Tam. Einer dieser seltenen Filme, der leicht erzählt ist und dabei melancholisch-heiter ist. Ein kleiner feiner Film, der Lust auf indische Küche, Farben und Veränderung macht. Unglaublich schön finde ich die einfachen Kleider von Ila, der von der Ehe enttäuschten Frau, die jeden Tag das Mittagessen für ihren Mann zubereitet und es durch einen der unzähligen Kuriere zur Arbeitsstelle ihres Mannes bringen lässt. Durch ein versehen, landet es bei einem mürrischen Witwer, der anstatt das Versehen aufzuklären, das Essen aufisst und schließlich einen mittaglichen Briefwechsel mit Ila beginnt.
Nun habe ich Sehnsucht nach Indien und dem wahnsinnig guten Essen, irgendwann vielleicht. Rezepte zum Nachkochen gibt es übrigens auch auf der Website zum Film, vielleicht probiere ich morgen etwas.
http://www.lunchbox-derfilm.de/