Dienstag, 29. Dezember 2015

Jahresrückblick, ach nö…

Ich mag ehrlich gesagt nicht mehr. 2015 war ein ziemlich blödes Jahr, persönlich, aber auch allgemein menschlich, politisch und überhaupt. Natürlich gab es auch schönes und trotzdem überwiegend ist es ein Jahr zum Vergessen.
Dieses Jahr habe ich nicht viel gebacken gekriegt und habe mich sehr darauf konzentriert mich besser zu verstehen und trotzdem manchmal das Gefühl, dass da noch zu viel Chaos herrscht. Klar kann man es jetzt mit Einstein halten und sich fragen, was ein leerer Schreibtisch über den Geist sagt. Trotzdem, Fakt ist, zu viel Chaos macht mich nervös.
Die üblichen guten Vorsätze will ich hier jetzt nicht aufzählen, auch wenn ich definitiv mehr Sport treiben und weniger Stoff kaufen sollte.
Statt dessen habe ich mir vorgenommen, diesen Blog ein bisschen mehr zu füttern. Eine Art „bucking list“ schwebt mir vor.
 
Schon seit einiger Zeit möchte ich gern ein paar klassische Bachrezepte ausprobieren und gucken wie es funktioniert. Nachdem wir in Paris Anfang Dezember ein luftig leichtes einfach himmlisches Souflée probiert hatten, wollte ich es letzte Woche zu Hause probieren. Leider klappte es nicht ganz, aber demnächst gibt es einen neuen Versuch.
Hier also eine kleine Koch- und Backliste: Souflée, Baiser, Macaron, Croissant, Tarte Tatin, Ciabatta, Brandteig, perfekte Weihnachtplätzchen (nach dem Desaster dieses Jahr möchte ich gute Rezepte, die immer gelingen und Spaß machen), noch viel mehr könnte folgen, aber das sind schon alles recht aufwendige Rezepte, also erst einmal diese und dann sehen wir weiter. Außerdem möchte ich allgemein mehr Rezepte aus meinen Kochbüchern ausprobieren.
 
Ich möchte gern wieder mehr lesen im neuen Jahr. Langsam aber sicher habe ich mehr ungelesene als gelesene Bücher im Regal. Als ich studierte las ich sehr viel mehr und möchte das gern wieder tun, es fehlt mir. Hier möchte ich mich von meinem Bücherregal inspirieren lassen und vielleicht auch mal wieder den einen oder anderen Klassiker lesen. Auf jeden Fall aber etwas von Charles Dickens, Thomas Mann und Victor Hugo.
 
Näh- und Stricktechnisch wir es ein spannendes Jahr. Gestrickt habe ich 2015 sehr wenig, dafür zum Glück auch recht wenig Wolle gekauft. Leider sieht es bei Stoffen anders aus, hier sind jeweils Stoffe und Modelle zur Genüge vorhanden und trotzdem kam immer wieder etwas Stoff dazu.
Beim Stricken möchte ich erst einmal die bereits begonnen Projekte beenden und einige kleinere Winterprojekt beginnen, etwas Mützen oder ein paar Handschuhe.
Beim Nähen wird es schwierig. Ich würde gern endlich den Jersey meistern, allerdings ist er ziemlich widerspenstig und irgendwas ist immer falsch. Noch hängt ein halb fertiges Moneta-Kleid von Colette da und muss enger gemacht werden (falsche Größe oder falsch gemessen, ich weiß nicht),
Ich würde gern endlich einmal eine Hose nähen, die passt. Und eine klassische Bluse und einen klassischen Rock stehen auch ganz oben auf der Liste. Außerdem würde ich gern etwas nach einem japanischen Schnitt nähen. Ich mache die nächsten Tage mal eine Bestandsaufnahme und versuche am ersten Januar ein paar fertige Projekte zu fotografieren.

Sonntag, 29. November 2015

Huch, es ist schon 1. Advent ... die Zeit, die Zeit

Die Zeit vergeht dieses Jahr in einem anderen Rhythmus und der hat überhaupt nichts mit meinem eigenen gemein. Die Zeit fließt und ich mit ihr, manchmal produktiv und manchmal träge, manchmal still und manchmal mitteilsam. Ich habe versucht eine brave Bloggerin zu sein und diesen Blog zu füllen, ein Zeitlang funktionierte es und dann plötzlich wieder nicht mehr.
Die letzten Monate, was war da noch einmal? Ach ja, die große Suche nach dem Sinn … des Lebens? Nicht wirklich, eher ein kontinuierliches Suchen nach Kleinigkeiten des Alltags und der Energie ihn zu bewältigen. Diese merkwürdige Zeit in der wir leben, voller Freiheiten und trotzdem voller Ängste gerade wegen dieser Freiheiten und ihrer Bedrohungen.
Zur Zeit konfrontiere ich mich mit einigen Fragen zur Organisation meines Alltages, mal wieder, ich weiß, es nervt mich auch. Es fällt mir schwer, mich auf grundlegende Dinge zu konzentrieren und ein Gleichgewicht von Arbeit, Haushalt, Beziehungen und Hobbies herzustellen. Immer überwiegt irgendwas und ist wichtiger und genau das nervt mich, denn irgendwas bleibt immer auf der Strecke und bleibt im Hinterkopf nagt das schlechte Gewissen.
Die letzten Wochen des Jahres sind meist stressig und auch bei mir stehen noch viele Sachen auf der To-Do-Liste und zwischendrin ist auch noch eine kleine Reise. Trotzdem möchte ich versuchen diese Zeit zu nutzen und ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen. An dieser Stelle möchte ich nicht darüber berichten, wann ich gedenke meinen Mount Bügelwäsche zu erklimmen oder welche Projekte noch fertig werden müssen. Aber ich möchte ein bisschen geplanter vorgehen und vielleicht auch hier zum Beispiel zwei oder drei Mal pro Monat berichten, was gerade passiert und ob ein Projekt fertig geworden ist. Ich führe diesen Blog hauptsächlich, um meine Hobbies zu dokumentieren und einen Überblick zu bekommen, vielleicht auch für Planungen oder einfach so zwischendurch. Jedenfalls erfüllt er für mich diesen Zweck eindeutig nicht, wenn zwischendrin monatelange Lücken sind und dabei in diesen Monaten Sachen fertiggeworden sind und ohne Dokumentation bleiben.
 Ich versuche das demnächst hier zu ändern, vielleicht als Neujahrswunsch.
 

Sonntag, 6. September 2015

Nun benutz doch mal was von dem Stoff ...

oder so ähnlich meinte A. irgendwann im August als ich anfing Kisten umzuräumen. In den Kisten ... nun ja Stoffe ... was soll ich sagen, so ist es nun einmal.

Viele meiner Stoffe haben schon eine Bestimmung. Sie werden gekauft und ich weiß genau, was damit werden soll. Das heißt nicht unbedingt, dass das ursprüngliche Modell dann auch aus dem Stoff wird, aber eine Idee gibt es fast immer.

Ich habe seit einiger Zeit eine kleine Kollektion mit Patchworkstoffen, Fatquarter oder Charm Packs, die meist keine Bestimmung haben. Die sind sozusagen zum Streicheln.



A. hat natürlich recht, wenn er meint, dafür wären die Stoffe doch zu Schade. Naja und so ganz wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen und es ward ein Kissen.


Für den Streifen wählte ich drei Quadrate aus einem wunderschönen Moda-Charm Pack (Uhhh, kleine Spatzen :) und die Rahmung ist eine Art selbstgemachtes Paspelband aus einem Kona-Jellyroll.
Alles in allem bin ich zufrieden, es ist nur ein bisschen klein geworden und das Kissen sitzt ein bisschen prall in der neuen Hülle, etwa so wie Jeans nach Weihnachten.

Freitag, 4. September 2015

Tschüß Sommer ... Hallo Herbst ...

Naja, ein bisschen Sommer ist ja noch, vor allem in Italien. Aber die wirklich heißen Tage sind gezählt und die Tage werden schon wieder merklich kürzer.


Dieser Sommer ging wahnsinnig schnell vorbei. Ehrlich, es kommt mir vor als hätte ich gestern erst die dicken Federdecken zum Reinigen gebracht. Ich habe das Gefühl zu wenig Eis und Wassermelone gegessen zu haben und mehr Zeit mit der Suche nach einem neuen Bikini als schließlich darin und im Wasser verbracht zu haben.

Wie kommt das, warum erscheint es mir dieses Jahr als verginge die Zeit schneller?
Ich finde keine Antwort, aber es gefällt mir nicht, überhaupt nicht. All die geplanten Projekte, die nicht angefangen wurden. Die Energielosigkeit und fassen von Plänen, die dann nicht umgesetzt werden. Es ist ein schwieriges Jahr und es vergeht so schnell und gleichzeitig ist es zäh und schwer.
Alles braucht Zeit und vielleicht tut es gut, jetzt im Herbst zur Ruhe zu kommen und ein bisschen Zeit ruhig zu Hause zu verbringen.

Demnächst gibt es hier ein Paar neue Projekte und Ideen für den Herbst. Ich habe gerade einen kleinen Nähflow, nur an den Fotos mangelt es mal wieder.

Samstag, 18. Juli 2015

Lücken und Nähideen


Hier also die Lücken und die Nähideen, die ich dafür finden konnte.
Da ich keine große Lust habe Jeans zu nähen (nicht jetzt jedenfalls und vielleicht auch nie), würde ich versuchen eine ähnliche Hose zu kaufen und eine einfache Bluse, vielleicht ebenfalls aus Jeans müsste sich finden lassen.


Das Hemdblusenkleid ist mir ehrlich gesagt erst aufgrund eines wunderschönes Nähprojektes einer französischen Bloggerin aufgefallen und das Lisette Traveler Dress ist perfekt und bietet viele verschiedene Varianten.


Das bunte Kleid, kann ich mir gut als Cambie Dress von Sewaholic vorstellen oder in der Juli-Burda gab es ein hübsches Blumenkleid mit kleinen Ärmeln.


Das einfache etwas ausgestellte Top könnte ich mir gut mit dem Sorbetto-Top oder in der Belacarra Blouse von Sewaholic vorstellen.


Diese Bluse ist schon schwieriger, bisher konnte ich kein ähnliches Top finden, allerdings finde ich dieses Kleid von Salme gut, auch als Top. Auch die 50er Jahre Bluse, die ich gratis gefunden habe und die Bluse von Tessuti gefallen mir und könnten passen.


Das Yaletown Kleid von Sewaholic hat mir gleich nach dem erscheinen gefallen. Ich habe einen wunderschönen Seidencrepe mit dem ich gern das Kleid nähen würde. Vielleicht könnte ich es vorher ausprobieren und erst einmal ein Top nähen.


Dieses weite Top ist etwas schwieriger, aber ich mag es gern und gerade an Tagen, an denen man keine große Lust auf komplizierte Sachen hat, fände ich es toll einfach ein weites Top aus schönem leichten Stoff überzuschmeißen. Besonders ein hübscher leichter Leinenstoff oder eine Double Gauze von Nani Iro, ach schwärm. Die Schnitte sind beide gratis, der eine über die Nani Iro-Website.